Kolliergriff: Ursprünglich praktiziert von reichen Damen, die kontrollierten, ob denn Diamantenkollier oder Perlenkette noch da sind oder richtig sitzen. Der Daumen und die restlichen Finger bilden einen rechten Winkel und werden in Höhe des Brustbeins um den Hals gelegt. Auch als "doppelter Kolliergriff" mit beiden Händen.
Anwendung: bei jeglicher Art von Erschrecken und Betroffenheit sowie emotionaler Anteilnahme.
Amphore: Sozusagen die gebrochene Hüfte. Es handelt sich um eine extreme Standbein-/Spielbein-Position. Beide Arme stützen sich auf den Beckenknochen ab. Allerdings nicht mit der ganzen Handfläche, sondern nur mit den Innenflächen von Daumen und Zeigefinger.
Anwendung: beim Schlendern durch Kaufhaus oder Galerie. Beim Cruising nicht einzusetzen.
Teekanne: Kombination aus "Amphore" und "gebrochener Hand". Nur ein Arm wird abgestützt, der andere wird mit hochgehaltener "gebrochener Hand" leicht vom Körper weggehalten, so dass, optisch der Eindruck einer Teekanne entsteht. Kann aber auch hervorragend mit Kollier- oder Diademgriff kombiniert werden.
Anwendung: "I´m a model, you know what I mean. I shake my little tush on the catwalk ..."
Diadem: Ebenso wie der Kolliergriff, aber eben dort, wo eigentlich das Diadem sitzen müsste. Allerdings immer nur mit einer Hand.
Anwendung: "O Gott, was will denn deeer schon wieder hier ..." Wird aber auch gebraucht, um Migräne zu signalisieren.
Meniskus: Bei aufrechtem Sitzen mit übereinandergeschlagenen Beinen umfassen beide Hände mit durchgedrückten Armen das obere Knie; der freischwebende Fuß sollte abgespreizt werden.
Anwendung: eher beim Klönen im Kaffeehaus als in der U-Bahn.
Gebrochene Hand: Die Existenz einer Handgelenkmuskulatur wird hierbei schlichtweg ignoriert. Die Hand wird seitlich in Höhe des Brustkorbes gehalten; beim freien Gestikulieren erlaubt die schlackernde Hand reizvolle Effekte. Wahlweise links, rechts oder beide Hände.
Anwendung: oft unbewußt, wenn der neueste Tratsch ausgetauscht wird.
Asche auf Schulter: Die "gebrochene Hand" für Raucher. Die Hand wird nach oben abgespreizt so gehalten, daß die glimmende Zigarette über der Schulter schwebt. Führt bei nachlässiger Haltung zu kleinen Aschehäufchen auf der Schulter.
Anwendung: in vollen Klubs zum Schutze vor Brandlöchern und Rauchbelästigung oder beim angeregten Köpfezusammenstecken. |